Die grossen Ritterspiele zu Schaffhausen

16.06.2014

10.– 20. Juli 2014

Die Ritterspiele zu Schaffhausen (Schweiz) sind kein gewöhnliches Ritterturnier. Schaffhausen ist der Ort im deutschen Sprachraum, dessen spätmittelalterliche Turniere am detailreichsten überliefert sind. Die Berichte zweier spanischer Gesandter von 1436 und 1438 bieten die Grundlage für eine authentische Wiederbelebung von Schaffhausen als Veranstaltungsort grosser Turniere.


Die besten Turnierreiter Europas
Die derzeit besten Turnierreiter Europas messen sich im Lanzenstechen und im Gruppenkampf mit Kolben und Schwert zu Pferd. Sie zeigen das mittelalterliche Kampfspiel in höchstmöglicher Authentizität. Die Rüstungen sind nach mittelalterlichen Vorlagen nachgebaut und die Lanzen aus vollem Holz und und ohne Sollbruchstelle. Die Wettkämpfe werden mit offenem Ausgang ausgetragen, d.h. der Gewinner wird jedesmal erkoren. Eingebettet sind die Wettkämpfe in eine Rahmenhandlung, in welcher der historisch belegte spanische Gesandte Pero Tafur von Frau Margarete von Klingenberg durch das Geschehen geführt wird, ihr einen Falken und ihrem Mann Caspar von Klingenberg einen Windhund schenkt. Neben Falkenflug und Windhundrennen ist höchste Reitkunst in den historischen Gangarten aus der Hofreitschule Bückeburg zu sehen. Jeweils 90 Minuten vor Turnierbeginn kann das Publikum den Rittern beim Einkleiden im Kreuzgang des Museums zuschauen.

 

Living Hisotry mit der Company of Saynt George
Ein weiterer Höhepunkt ist das mittelalterliche Lager der Company of Saynt George. Die auf höchste Authentizität spezialisierte, internationale Reenactment-Truppe wird im Kreuzgang des Museums zu Allerheiligen das Lagerleben im Gefolge eines Ritters lebendig nachgestalten. Hier wird das Turnier bewacht, exerziert, aber auch gekocht und gearbeitet.


Altes Handwerk und Kinderattaktionen
Den ganzen Tag über herrscht im und ums Museum mittelalterliche Stimmung. Die der Mitglieder der Company zeigen altes Handwerk. Zu bestaunen gibt es eine Schmiedewerkstatt, Marketender bieten ihre Waren feil, dazwischen sorgen Musikanten für Unterhaltung. Bei einem Ponyritt oder auf dem Kampfbalken können die Kinder die Welt der Ritter hautnah erleben. Im Museum können sogar Turnierhelme und Rüstungsteile anprobiert werden.


Speis und Trank
Nach mittelalterlichen Rezepten wird in der Ritterschenke vor dem Museum gekocht und ausgeschenkt. Nach mittelalterlicher Art gewürzte Würste oder köstliche Eintöpfe und am Wochenende gibt’s sogar Spanferkel. In der Sonderausstellung "Ritterturnier - Geschichte einer Festkultur" wird außerdem die 500-jährige Geschichte des Turnierwesens thematisiert. Zu bestaunen sind die grossartigen Sportrüstungen des habsburgischen Hochadels, aber auch originale Lanzen, Sättel und vieles mehr.


Informationen und Karten unter www.ritterspiele-schaffhausen.ch

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